Landsberg – Es ist wieder Pokal-Zeit in Landsberg! Am Mittwoch (Anpfiff: 18.30 Uhr) empfängt Regionalligist TSV Landsberg im Toto-Pokal-Viertelfinale den ehemaligen Bundes- und aktuellen Drittligisten FC Ingolstadt 04 – die einzige deutsche Profi-Mannschaft, die von einer Frau trainiert wird. Sabrina Wittmann (35) coacht die „Schanzer“ seit Mai 2024, stand vergangenen Samstag beim 0:3 bei Viktoria Köln zum 100. Mal in einem Pflichtspiel an der Seitenlinie. Allerdings soll die Trainerin nach erst acht Punkten und dem Absturz der Ingolstädter auf Tabellenplatz 13 wackeln: „Ob sie weitermachen darf, ist derzeit unklar. Wittmann droht das Aus“, schreibt die Neuburger Rundschau. FCI-Geschäftsführer Harald Gärtner (57) dementiert diese Spekulationen allerdings im Gespräch mit „Lokalsport TOM“: „Wir haben Vertrauen in Sabrina. Sie sitzt fest im Sattel, es geht normal weiter. Wir betreiben keinen Aktionismus.“

Solche Probleme hat TSV-Coach René Schröder (36) nicht: Er kann dem Pokal-Hit, der aufgrund der aktuellen Flutlicht-Situation nicht im Sportzentrum, sondern im TSV-Sportpark stattfindet, gelassen entgegensehen: „Das ist ein Bonusspiel, in dem wir nichts zu verlieren haben“, sagt Schröder. Er stellt aber klar: „Wir wollen die Partie lange offen halten, kompakt stehen und Nadelstiche setzen – und uns gut aus der Affäre ziehen.“ Anders als der TSV vor ziemlich genau einem Jahr. Am 2. September 2025 gab’s diese Pokal-Begegnung schon einmal. Allerdings nicht im Viertel-, sondern im Achtelfinale. Es war ein denkwürdiges Spiel: Nach einer halben Stunde führte Landsberg, damals noch Bayernligist, durch Tore von Kilian Pittrich und Daniele Sgodzaj gegen den großen Favoriten mit 2:0 – und musste dann schließlich mit 4:7 die Segel streichen.

Ex-TSV-Coach Alex Schmidt (57) spielte erst vor Kurzem mit seinem neuen Club Chemie Leipzig gegen Ingolstadt (0:1). Er sagt: „Wenn Landsberg wieder vier Tore schießt, sollte es fürs Weiterkommen reichen.“ Seine Tipps: „Mutig sein, Ingolstadt unter Druck setzen – und auf den kopfballstarken Ex-Bundesligaspieler Lukas Fröde aufpassen.“

Landsbergs Trainer Schröder hat bereits angekündigt, dass es am Mittwoch „einige Veränderungen“ gegenüber dem 1:1 bei Schwaben Augsburg geben wird. Welche, wollte er natürlich nicht verraten. Es ist aber davon auszugehen, dass Creighton Braun (24) nach seiner dreiwöchigen Verletzungspause (Leiste) ins Team zurückkehren wird. Zudem wird wohl Maurice Merkl (20), der in der Regionalliga noch nicht zum Einsatz kam, statt Leo Leimeister (22) das Tor hüten. Wie schon Ende August beim 3:1-Sieg im Achtelfinale gegen Schwaben Augsburg.