Kaufering Der VfL Kaufering pirscht sich ganz langsam, aber sicher und eindrucksvoll an die Spitzenteams der Bezirksliga ran. Dem 5:0 am Sonntag beim TSV Kammlach ließ die Truppe von Trainer Alex Wagner am Mittwoch den nächsten Fünferpack folgen: 5:2 (2:1) gegen den SVO Germaringen, der dritte Punktspielsieg in Folge. Damit sind die Kauferinger schon Tabellen-Sechster – und liegen mit 16 Punkten nur noch drei Zähler hinter den beiden Top-Teams aus Thalhofen und Erkheim.
Zehn Tore innerhalb von vier Tagen – geriet Wagner, der zur Zeit seinen Trainerschein in Oberhaching macht, regelrecht (und völlig zu Recht) ins Schwärmen: „Ich bin extrem stolz auf meine Mannschaft. Sie hat alles genau umgesetzt, was wir besprochen haben und an den Matchplan geglaubt. Das war auch eine sehr gute Laufleistung.“ Dabei sah’s vor dem Spiel personell gar nicht so rosig aus: „Wir spielen heute ohne Sieben“, klagte der sportliche Leiter Uli Stengelmair. Mit Felix Mailänder (wieder Knieprobleme), Vize-Kapitän Daniel Rimmer (ebenfalls Knie/kam direkt vom MRT zum Daumendrücken ins Stadion), Torwart Michi Wölfl (Fingerbruch), Paul Ansorge, Yannik Dillinger und Benedikt Braunmüller (alle Urlaub) fehlten Wagner wichtige Spieler. Dafür kehrten Malik Belakhal nach Rotsperre und Flügelflitzer René Grüner (starker Auftritt nach nach Heimat-Urlaub im Togo) in die Startelf zurück. Toll zudem, dass sich Fabi Schwabbauer in den Dienst der Mannschaft stellte. Trotz Oberschenkelzerrung aus dem Kammlach-Spiel lief „Schwabo“ auf – mit Kapitänsbinde. Auch das zeigt, wie intakt diese Mannschaft ist.
Erst am Vortag des Spiels war die neue Anzeigetafel im Kauferinger Stdion aufgestellt worden – und sie wurde gleich ordentlich mit sieben Toren eingeweiht. Eins schöner als das andere. Die „Men in Black“ (erstmals in neuen, schwarzen Trikots mit dem langjährigen „Bayerische“-Brustsponsor der Münchner „Löwen“) ließen sich durch das frühe 0:1 (6./verwandelter Foulelfmeter von Moritz Sonntag) nicht aus dem Konzept bringen, schlugen schnell zurück und führten zur Pause durch Treffer von Niki Neuhaus (17.) und Basti Dillinger (40.) mit 2:1. Luca Dietmayer nach Ecke von Flo Bucher (67.), erneut Neuhaus (70.), der nach einer bockstarken Leistung bei seinner Auswechslung mit Standing ovations von der Tribüne verabschiedet wurde, und Manu Detmar (85.) nach einem krassen Abwehrfehler trafen in Halbzeit zwei. Das Germaringer 2:4 (78.) durch Julian Renz (78.) fiel da nicht weiter ins Gewicht. „Ein tolles Spiel, ein toller Auftritt unserer Mannschaft trotz großem Aderlass gegen einen guten Gegner“, freute sich Stengelmair und herzte Trainer Wagner.
Bereits am Samstag (Anpfiff: 14 Uhr) geht es für die Kauferinger weiter: Die bisher so erfolgreiche Englische Woche endet mit dem Heimspiel gegen den SSV Niedersonthofen – beide Teams sind „Opfer“ des VfR Neuburg. Sowohl Kaufering als auch die Oberallgäuer scheiterten im Mai nach einem Elfer-Drama in der Relegation am VfR. Kaufering blieb in der Bezirksliga, der Ski- und Sportverein – dafür steht SSV – stieg nach nur einem Jahr wieder aus der Landesliga ab. Aktuell ist Niedersonthofen mit nur vbier Punkten Tabellenletzter, kassierte am Mittwoch eine 1:5-Heimniederlage gegen Erkheim. Klar, dass es da für Kaufering nur ein Ziel gibt: Den dritten Sieg im dritten Spiel der Englischen Woche.
