Kaufering Endlich wieder ein Sieg. Nach drei Partien in Folge ohne Dreier gewann Bezirksligist VfL Kaufering am Mittwoch Abend 1:0 (1:0) in Kaufbeuren. Schön war’s nicht unbedingt anzusehen, aber das juckte am Ende keinen - der VfL durfte sich mit einem „dreckigen Sieg“ ohne Gegentor in die zweieinhalbwöchige Spielpause verabschieden. Und noch eine gute Nachricht: Kaufering hat das Spiel mit elf Mann beendet…
Trainer Alex Wagner (35) war in den letzten Wochen wirklich nicht zu beneiden. Zwei deutliche Niederlagen in Folge mit zehn Gegentoren (2:4 in Thalhofen und 2:6 gegen Erkheim), drei frühe Platzverweise in drei Partien, aus denen es nur einen Punkt gab, viele unerklärliche Fehler – und jede Menge „Absenzen“, Spieler, die urlaubs-, verletzungsbedingt oder gesperrt fehl(t)en. Auch in Kaufbeuren hatte der Coach riesige Personalproblem. Es ging „ohne Sieben“ in die Partie: Kapitän und Torwart Michi Wölfl sah sich das Spiel nach seinem Fingerbruch mit einer Gipsschiene an der linke Hand an, Manuel Wolf, Niki Neuhaus, Rene Grüner, Basti Dillinger, Luca Dietmayr sind im Urlaub und Malik Belakhai musste wegen seiner Rotsperre passen. Gut, dass wenigstens Felix Mailänder wieder fit ist und Torjäger Manu Detmar (zuzletzt Oberschenkelprobleme) auflaufen konnte. Beide setzen gleich die Akzente: „Maile“ traf früh (8.) – leider abseits. Und Detmars 20-Meter-Schuss strich knapp am Tor vorbei. In der 13. Minute wurde Detmar im Strafraum gefoult - Elfmeter. Dafür haben die Kauferinger einen Spezialisten: „Standard-König“ Flo Bucher verwandelte sicher und unhaltbar zur 1:0-Führung. Mehr Tore sollten an diesem Abend nicht mehr fallen, auch weil Yannik Dillinger nach einer halben Stunde alleine auf Torwart Lukas Kress zulief, aber am SpVgg-Keeper scheiterte. Kauferings sportlicher Leiter Uli Stengelmair war zur Pause zufrieden: „Wir lassen hinten nichts zu und haben vorne unsere Chancen – das ist in Ordnung.“
Nach dem Seitenwechsel machten die Gastgeber mehr Druck, Kaufering konnte nur noch ein paar vereinzelte Konter fahren, aber die Abwehr stand und was aufs Tor kam, war eine sichere Beute von Keeper Tobi Kaiser. Kaufbeuren nach Gelb-Rot für Oguzhan Erol ab der 72. Minute in Unterzahl, trotzdem immer wieder gefährlich. Aber mit großem Kampf meisterten die Kauferinger mit einem starken Paul Ansorge im defensiven Mittelfeld und vier Einwechslungen, die Zeit brachten, auch die hektische Schlussphase, in der sogar SpVgg-Trainer Manuel Günes Gelb sah.
Kollektives Aufatmen bei den Kauferingern nach 96 Minuten: „Die erste Halbzeit war in Ordnung, allerdings haben wir da die Konter nicht sauber zu Ende gespielt. Die zweite hat nicht gut ausgeschaut, aber auch da haben wir nicht viel zugelassen. Und im Vordergrund stand heute, drei Punkte zu holen“, so ein sichtlich erleichterter VfL-Trainer, der seine Jungs immer wieder mit lautstarken Anweisungen von draußen unterstüzt hatte. Und auch für Kapitän Michi Wölfl gab’s eine (wichtige) Aufgabe: Mit der unverletzten rechten Hand trug er das Tragl Siegerbier in die Kabine.
Das nächste Punktspiel der Kauferinger findet erst am Sonntag, 13. September, beim TSV Kammlach statt. Für Dienstag, 8. September (18.15 Uhr) hat Wagner ein Testspiel bei Kreisklassist FC Kleinaitingen ausgemacht. Der Coach kommt aus Kleinaitingen, dort hat er mit dem Fußballspielen begonnen und bis zu seinem Wechsel 2018 zu Jahn Landsberg gespielt.
