Landsberg - Zwei ganz wichtige Spiele innerhalb von nur sechs Tagen für Regionalliga-Aufsteiger TSV Landsberg: Am Dienstag (25. August, Anpfiff: 17.45 Uhr) im Sportzentrum das Toto-Pokal-Achtelfinale gegen Liga-Konkurrent TSV Schwaben Augsburg, am Sonntag (15 Uhr) dann das Highlight der Saison, das Gastspiel im Grünwalder Stadion gegen 1860 München. Die Nachfrage nach den Tickets für diesen Hit gegen die Löwen ist groß: Von den 1500 Gästekontingent-Karten ist rund die Hälfte weg. „Das ist für Landsberg eine sehr ordentliche Geschichte“, freut sich Abteilungsleiter Werner Seemüller (49).
Vor den Löwen geht‘s aber erst mal gegen die „Schwabenritter“ aus Augsburg. „Das ist ein ganz wichtiges Spiel für den Verein. Wir setzen sehr viel auf den Pokal, denn es ist eine gute Möglichkit, sich zu präsentieren. Wir werden das Spiel definitiv nicht auf die leichte Schulter nehmen“, verspricht Seemüller. Schon allein, weil eine (wenn auch ganz, ganz kleine) Chance auf richtig viel Geld besteht. 16 Mannschaften sind aktuell noch im Wettbewerb. Eine davon zieht in die erste DFB-Pokal-Hauptrunde ein. Da kassiert jeder Teilnehmer 211.886 Euro aus den zentralen Vermarktungserlösen plus die Einnahmen aus dem Ticketverkauf. Natürlich wäre es vermessen, von vier Siegen (so viele wären noch nötig, um den Sprung in die Hauptunde zu schaffen) zu sprechen. Seemüller: „Die nächsten Runden sind auch noch ganz weit weg, jetzt konzentrieren wir uns erst mal auf Augsburg.“ Aber er fügt lächelnd an (und denkt dabei wohl an die berühmten eigenen Gesetze, die der Pokal bekanntlich hat): „Träumen ist doch erlaubt, eine Chance ist immer da.“ Auch wenn derzeit noch dicke Brocken wie 1860, der FC Ingolstadt, die Würzburger Kickers, Jahn Regensburg und Unterhaching im Wettbewerb sind.
Auch Trainer René Schröder (36) sagt: „Wir nehmen den Pokal sehr ernst, zumal wir im Viertelfinale schon auf einen lukrativen Gegner stoßen könnten.“ Zusatz: „Vielleicht ja in München, das wäre auch finanziell interessant.“ Schwaben Augsburg, von 2020 bis 2024 Bayernliga-Konkurrent des TSV, ist ein Gegner auf der vielzitieren „Augenhöhe“ – allerdings haben die Gäste schon ein Ligaspiel gewonnen -und das mit 2:1 bei Wacker Burghausen - sowie drei Punkte mehr auf dem Konto. Zudem haben sie im Pokal Regionalliga-Tabellenführer FV Illertissen ausgeschaltet (6:5 nach Elfmeterschießen). Ein dicker „Ritter-Brocken“ also für den Aufsteiger. Schröder: „Augsburg hat zwei Jahre Regionalliga-Erfahrung auf dem Buckel – diese Erfahrung müssen wir erst noch sammeln.“
Personell hat der Coach drei Änderungen gegenüber dem 0:0 gegen Eichstätt angekündigt. So wird Maurice Merkl (20) anstelle von Leo Leimeister (22) das Tor hüten. Damit steht ein echter Landsberger auf dem Feld. „Das hat er sich durch gute Trainingsleistungen verdient. Der Abstand zwischen ihm und Leon ist ohnehin minimal“, erklärt Schröder. Zudem wird der „neueste Neuzugang“ Leon Bucher (22) seine Premiere im TSV-Trikot feiern. „Wir wolle ihn mal spielen sehen“, so der Trainer. „Leon bringt athletisch einiges mit und ist einer unserer schnellsten Spieler. Er kann die Chance nutzen und Werbung für sich machen.“ Da sich die Abwehrkette mit Kilian Pittrich (24), David Bauer (31) und Benedikt Kuhn (24) zuletzt bewährt hat, soll Bucher „nicht als Außenvertediger, sondern im Zentrum“ auflaufen. Änderung Nummer drei betrifft den Sturm: Da soll Jeton Abazi (26) statt wie bisher als Joker von Beginn an für Torgefahr sorgen. Und den TSV in die Runde der letzten Acht schießen…
