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Bezirksliga Schwaben Süd

Volland gegen Detmar – das Duell der Top-Stürmer

Von Thomas Ernstberger

Kevin Volland im Thalhofen-Trikot
Kevin Volland (r.) im Thalhofen-Trikot.

Kaufering - Bezirksligist VfL Kaufering nach vier Spieltagen Tabellendritter, punktgleich hinter Legau und sogar vor Top-Favorit Haunstetten – damit konnte man nach dem total verkorksten 1:3-Auftakt in Legau nicht unbedingt rechnen. Doch die Elf von Trainer Alex Wagner (35) hat schnell die Kurve gekriegt und ist auf den Weg der erfolgreichen Vorsaison zurückgekehrt. Und holte vergangene Woche sogar trotz einer Stunde in Unterzahl einen Punkt gegen Wiggensbach.

Einen Spitzenplatz hätte man eher dem VfL-Gegner am Freitag (Anpfiff: 18.30 Uhr) zugetraut. Denn der FC Thalhofen, derzeit Elfter, galt vor Beginn der Spielzeit als Top-Favorit. Der Grund ist 34 Jahre alt, ein echter Allgäuer und stand vor fünf Jahren noch in Jogi Löws deutschem EM-Kader. Kevin Volland ist der bekannteste und mit Abstand erfolgreichste Spieler der Bezirksliga. „Er ist eine Bereicherung für die Liga. Cool, dass er jetzt mit seinem Bruder Robin und Cousin Nico Beutel, einem weiteren Top-Mann nach dem Motto ,Back to the roots‘ für Thalhofen spielt. Daran sieht man, dass die Liga attraktiv ist“, sagt Wagner über den Ex-Löwen, der dem TSV 1860 München nach dem Zwangsabstieg im Sommer den Rücken gekehrt hat und dahin zurückgekehrt ist, wo er als kleiner Knirps vor 30 Jahren seine erfolgreiche Laufbahn startete. Kevin, Sohn des Ex-Eishockey-Nationalspielers Andy Volland (60), hätte wohl auch Eishockey-Profi werden können (er spielte drei Jahre im Füssener Nachwuchs), aber er entschied sich früh für eine Fußball-Karriere. Eine gute Entscheidung! Seine Bilanz: 15 Länderspiele, 17 in der Champions League, 277 Bundesliga-Einsätze (80 Tore) für die TSG Hoffenheim, Bayer Leverkusen und Union Berlin. Außerdem 57 Spiele (20 Tore) für 1860 in Liga 2 sowie 115 Pflichtspiele (39 Tore) für AS Monaco, 86 davon in der ersten französischen Liga. Und jetzt mit Thalhofen (und immer noch mit der Rückennummer 31) gegen Kaufering – aus dem Profi Volland von der großen, internationalen Fußball-Bühne ist der „Heimatkicker“ Kevin geworden, der bislang dreimal für Thalhofen getroffen hat.

Manu Detmar im schwarzen Trikot
Manu Detmar hat in jedem Spiel bisher getroffen.

Für Alex Wagner ist der große Name kein Grund, das Kauferinger Spiel nach ihm auszurichten: „Volland wird keine Sonderbewachung bekommen. Wir dürfen uns nicht nur auf ihn konzentrieren“, hat er sich bereits festgelegt. „Wir dürfen ihn nur nicht schießen lassen und müssen verhindern, dass er in eine gute Schussposition kommt.“ Der Trainer ist sicher: „Das wird ein hochklassiges Bezirksligaspiel, weil beide Mannschaften Fußball spielen wollen.“ Und er verrät: „Meine Jungs sind hochmotiviert – und wir haben ja auch gute Namen in der Mannschaft wie Neuhaus oder Detmar.“

Die Partie am Freitag in Thalhofen verspricht ein spannendes Duell der Top-Stürmer zu werden: Bei den Gelben Volland und bei Kaufering Manu Detmar (31), der Bezirksliga-Torschützenkönig der vergangenen Saison. Momentan liegt der VfL-Goalgetter klar vorne: Mit 5:3 Saisontoren. Den Kauferingern wär’s recht, wenn „Dette“ seine Führung behalten würde…

Thomas Ernstberger mit Kevin Volland und Stefan Aigner im Mai 2012
Das ist 14 Jahre her: Reporter Thomas Ernstberger mit Volland (l.) und Stefan Aigner im Mai 2012 beim 1860-Abschieds-Interview.
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