Kaufering – Jede Serie geht irgendwann mal zu Ende…
Das war ein Auftakt zum Vergessen für Bezirksligist VfL Kaufering. Die Truppe von Trainer Alex Wagner (35) verlor am Sonntag 1:3 (0:3) beim TSV Legau. Eine verdiente Niederlage nach einer ganz schwachen ersten Halbzeit. Keeper und Kapitän Michi Wölfl verhinderte eine höhere Pleite, für Wagner war’s die erste Niederlage in einem Bezirksliga-Punktspiel.
Schon wieder Legau! Im Unterallgäu hatte Kaufering am 21. September 2025 zuletzt verloren (3:5) und anschließend unter Neu-Coach Wagner die Superserie von 19 Spielen in Folge ohne Niederlage gestartet. Die ist jetzt zu Ende – weil die Kauferinger überhaupt nicht ins Spiel fanden, kaum Torchancen hatten, sich viele Leichtsinnsfehler und Fehler im Spielaufbau leisteten und zu viele Zweikämpfe verloren. Wagner enttäuscht: „Das war sehr ernüchternd, ein Spiegelbild der Niederlage im letzten Jahr. So werden wir nicht viele Spiele gewinnen.“
So richtig ärgerlich: Die Allgäuer gingen durch einen Doppelschlag in der 36. und 37. Minute durch Simon Sonntag und Jonas Prestele 2:0 in Führung. Sonntag erhöhte an diesem Sonntag mit dem Pausenpfiff von Schiedsrichterin Isabel Schatz (ASV Hirschzell) sogar noch auf 3:0. Drei Gegentore in neun Minuten – damit war die Partie schon zur Halbzeit entschieden. Zwar kamen die Gäste in den zweiten 45 Minuten einen Tick besser ins Spiel. Sie konnten die Legauer aber nie ernsthaft in Gefahr bringen. Bezeichnend: Der Kauferinger Treffer durch Torjäger Manu Detmar in der 64. Minute war ein abgefälschter „Verzweiflungsschuss“ aus 25 Metern. Eine vergebene Chance noch von Basti Dillinger (86.) – das war’s dann für den VfL.
Daran konnte auch der neueste Neuzugang der Kauferinger nichts ändern: René Grüner (19), die ehemalige Nummer 17 vom FC Aich, die neue Nummer 12 des VfL. Vor einer Woche spielte der junge Offensivmann noch im Trikot des Kreisligisten aus dem Landkreis Fürstenfeldbruck. Bei der 0:9-Testspiel-Niederlage in Kaufering war er auffälligster Akteur seiner Mannschaft. Da schlug Uli Stengelmair, der sportliche Leiter des VfL, sofort zu und verpflichtete Grüner. Der „Blitz-Neuzugang“ trainierte am Mittwoch erstmals mit und stand bereits am Sonntag im Kader. Nach der Pause feierte er auf der linken Seite sein Debüt im Kauferinger Dress, schlug dabei fast alle Ecken.
Für den VfL geht’s bereits am Mittwoch weiter. Da gastiert mit dem TSV Haunstetten ein Top-Meisterschaftsfavorit in Kaufering, der den letztjährigen Tabellendritten SV Mering am Samstag verdient mit 3:1 geschlagen hat. Keine Frage: Da muss sich der VfL gewaltig steigern.
