Kaufering – Schlechte Nachricht für Kauferings Trainer Alex Wagner (35) vor dem Heimspiel am heutigen Freitag (Anpfiff: 18.30 Uhr) gegen den TV Erkheim. Torwart Michi Wölfl (28) hat sich am Dienstag im Training den kleinen Finger der linken Hand gebrochen. Der Kapitän muss operiert werden und fällt nicht nur am Freitag und am Mittwoch in Kaufbeuren, sondern länger aus: „Ich fürchte, dass er im September kein Spiel machen kann“, sagt der Coach. Wölfl war beim Torwarttraining im Rasen hängengeblieben. Wagner: „Er hatte extreme Schmerzen und kam gleich ins Krankenhaus.“ Als Ersatz steht ein Mann bereit, der schon in den beiden Relegationsspielen gegen Neuburg mit starken Leistungen gezeigt hat, dass sich die Kauferinger zu 100 Prozent auf ihn verlassen können: Tobi Kaiser (28), seit zehn Jahren Torwart der Zweiten in der Kreisklasse, kann jetzt zum „VfL-König“ werden. Er hat vollstes Vertrauen des Trainers: „Er ist ein super Bezirksliga-Torwart, wäre in den meisten anderen Vereinen die Nummer eins.“ Kaiser gehört seit Saisonbeginn fix zum Kader der ersten Mannschaft.

Die „Kevin Volland-Gala“ von Thalhofen, als der Ex-Nationalspieler den VfL Kaufering beim 4:2-Sieg mit vier Toren quasi im Alleingang besiegte, ist zwar abgehakt, dennoch denkt Wagner immer noch ein bisschen ungläubig an eine Partie zurück, in der seine Mannschaft gut im Spiel war und dann eine 2:1-Führung durch individuelle Fehler verspielte: „Drei Elfmeter in einer guten halben Stunde – das habe ich noch nie erlebt.“ Ungewöhnlich auch, dass der VfL in den letzten beiden Partien 94 von 180 Minuten (ohne Nachspielzeit) mit nur zehn Mann auf dem Platz stand. Daniel Rimmer flog beim 1:1 gegen Wiggensbach schon nach 28, Manuel Wolf in Thalhofen nach 58 Minuten vom Platz. Gut nur, dass gelb-rote Karten erst ab der Landesliga eine Sperre von einem Spiel nach sich ziehen (beim BFV vor der Saison neu eingeführt).

So sind beide Kauferinger gegen den Tabellenzwölften TV Erkheim dabei – wieder eine Partie, die zum Ärger vieler Fußballfans aus dem Landkreis zeitgleich mit dem Heimspiel des TSV Landsberg stattfindet. „Das ist schade, zumal ja Regionalliga in Landsberg ein echtes Highlight ist. Ich kann verstehen, dass sich da viele ärgern. Und es kostet beiden Vereinen Zuschauer“, so Wagner. Dabei wäre das Problem ganz leicht in der Terminplanung zu lösen gewesen: „Eine Woche wir daheim, die nächste Landsberg – dann hätte es keine Überschneidungen gegeben.“

Ist jetzt nicht mehr zu ändern – so spielen die Kauferinger nicht nur gegen Erkheim, das 2025 gemeinsam mit dem VfL aus der Landesliga abgestiegen ist, sondern auch noch gegen Landsberg und Eichstätt.

Am Dienstag spielten mit Rene Grüner, Leon Gleiser, Philipp Wörz und Benjamin Bäumel vier Akteure aus dem Kader der Ersten im Kreispokal-Achtelfinale bei Kreisliga-Tabellenführer Kissinger SC in der zweiten Mannschaft – „um Spielpraxis zu sammeln“, wie der Coach erklärt. Fürs Selbstvertrauen war’s allerdings nix: Kaufering verabschiedete sich mit einer 0:5-Klatsche aus dem Wettbewerb. Daran konnte auch Grüner nichts ändern, der in Thalhofen nach einer Stunde von der Bank kam und auf der linken Außenbahn für frischen Wind sorgte. „Er macht seine Sache im Spiel und im Training sehr gut. Aber es ist noch vieles neu für ihn – ich will ihn nicht überfordern und langsam ans Team heranführen“, begründet Wagner, warum der schnelle Neuzugang vom FC Aich noch nicht immer in der Startformation steht. Und der Coach fügt an: „Wir sind sehr froh, dass wir ihn im Kader haben. Er wird noch eine richtig gute Saison spielen.“

Positiv zudem: Felix Mailänder steht nach seinem Kurzeinsatz in Thalhofen wieder zur Verfügung. „Er ist wieder bei 100 Prozent“, freut sich Wagner. „Mit ihm, Grüner und den Dillingers haben wir jetzt vier richtige Pfeile auf den Außenbahnen.“ Allerdings sind Grüner und Basti Dillinger im Urlaub, werden auch am kommenden Mittwoch beim Gastspiel bei der SpVgg Kaufbeuren (Anpfiff: 19 Uhr) fehlen. „Das Spiel wurde auf Wunsch der Kaufbeurer vorverlegt“, erklärt der Coach. Danach ist erst mal 17 Tage Punktspielpause bis zum 13. September. Das Spiel beim TSV Kammlach ist dann Auftakt einer „Englischen Woche“, in der der VfL noch die beiden Heimspiele gegen SVO Germaringen (verlegt auf Mittwoch, 16. September) und den SSV Niedersonthofen (Samstag, 19. September) bestreiten muss. Gut für die Fans: Der TSV Landsberg spielt da auswärts bei Schwaben Augsburg. Also keine Überschneidung…